Siegel

Naturkosmetik Siegel für tierversuchsfreie Kosmetik

Mithilfe dieser Naturkosmetik Siegel erkennst du tierversuchsfreie Kosmetik.

Das Leaping-Bunny-Siegel für tierversuchsfreie KosmetikLeaping Bunny

Das Leaping-Bunny Siegel wird von der Coalition for Consumer Information on Cosmetics (CCIC), einem internationalen Netzwerk von acht Tierschutzorganisationen vergeben. Das Naturkosmetik Siegel zeichnet tierversuchsfreie Kosmetik und Reinigungsprodukte aus.

Es ist derzeit das einzige international anerkannte Naturkosmetik Siegel, das Produkte ohne Tierversuche zertifiziert. Teil des Netzwerkes sind unter anderem der Deutsche Tierschutzbund und die österreichische Organisation Vier Pfoten.

Das Leaping-Bunny-Siegel hat ausgesprochen hohe Standards: Kosmetikhersteller dürfen weder für das zertifizierte Produkt noch für einzelne Inhaltsstoffe Tierversuche durchführen.

Dies gilt auch für Produkte von Mutter- oder Tochterunternehmen sowie Zulieferern. Um dies zu garantieren, müssen die zertifizierten Firmen ein eigenes Kontrollsystem etablieren, das regelmäßig durch unabhängige Dritte überprüft wird.

Naturkosmetik Siegel "Hase mit schützender Hand" für tierversuchsfreie Kosmetik
© Internationale Herstellerverband gegen Tierversuche in der Kosmetik e.V.

Hase mit schützender Hand

Der Hase mit schützender Hand ist ein strenges Siegel für tierversuchsfreie Kosmetik und wurde vom Deutsche Tierschutzverbund zusammen mit dem Internationalen Herstellerverband gegen Tierversuche in der Kosmetik e.V. (IHTK) entwickelt.

Es stellt besonders hohe Anforderungen an die Hersteller von Kosmetikprodukten, die weit über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus gehen.

Denn obwohl Kosmetik ohne Tierversuche in der Europäischen Union (EU) seit 2013 mittlerweile Pflicht ist, werden Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe und Produkte nach wie vor durchgeführt. Für zertifizierte Kosmetikhersteller sind hingegen Tierversuche sowohl an wirbellosen Tieren wie auch an Wirbeltieren verboten. 

Auch Rohstoffe von toten Tieren sind tabu. Ein Kosmetikhersteller erhält das Siegel nur, wenn er keinen Konzernen angehört, die Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben. Endprodukte und Rohstoffe dürfen außerdem nicht erstmalig im Tierversuch nach 1979 getestet worden sein.

Weiterhin sind keine Exporte in Länder, in denen noch Tierversuche durchgeführt werden, wie beispielsweise China, erlaubt. Auch Importe von Herstellern und Vertrieben, deren Produkte in tierversuchsdurchführenden Ländern hergestellt werden, sind nicht gestattet. Ein veganes Siegel ist der Hase mit schützender Hand jedoch nicht.

© PETA

PETA Cruelty-free

Kosmetikhersteller, die mit dem PETA cruelty-free Logo zertifiziert sind, haben PETA USA oder PETA Deutschland schriftlich versichert, dass sie keine Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben. Sie stellen außerdem sicher, dass auch ihre Zulieferer nicht an Tieren testen.

Zudem lassen exportieren sie ihre Produkte nicht nach China oder in andere Länder, in denen Tierversuche von der Regierung vorgeschrieben werden. Allerdings kann auch ein Unternehmen, das zu einem Konzern gehört, der Tierversuche durchführt oder durchführen lässt, das Siegel erhalten.

Naturkosmetik Siegel: Die Verganblume zeichnet tierversuchsfreie Kosmetik aus
© Vegan Society

Veganblume

Die Veganblume der Vegan Society  zeichnet nicht nur tierversuchsfreie Kosmetik aus, sondern auch vegane Beauty-Produkte. Damit Make-up. Lippenstift & Co. mit dem Siegel gekennzeichnet werden können, müssen sie folgende Kriterien erfüllen. Sie dürfen keinerlei Tierbestandteile, keine tierischen Nebenprodukte oder aus Tieren gewonnene Rohstoffe enthalten.

Auch während Herstellung eines Kosmetikproduktes ist es verboten, tierische Materialien zu verwenden. In keinem der einzelnen Produktionsschritte sind außerdem Tierversuche zulässig. Dies gilt auch für die Rohstoffe, die in der Kosmetik verwendet werden.

Sollte ein Unternehmen sowohl vegane als auch konventionelle Produkte herstellen, müssen alle Maschinen gründlich gereinigt werden, bevor sie wieder mit veganen Produkten in Berührung kommen. Etwas bedenklich: Gentechnisch veränderte Bestandteile eines Produktes sind erlaubt, müssen jedoch auf der Verpackung gekennzeichnet werden.

Das Unternehmen darf auch keine Tierversuche in Auftrag geben. Um die Einhaltung der Kriterien zu gewährleisten, können Kontrollbesuche bei den Herstellern durchgeführt werden. Das muss aber nicht zwangsläufig heißen, dass auch regelmäßige Kontrollen stattfinden.

Naturkosmetik Siegel: Das BDIH-Siegel zeichnet tierversuchsfreie Kosmetik aus
© BDIH

BDIH-Siegel

Das BDIH-Siegel ist in Deutschland eines der bekanntesten Naturkosmetik Siegel für tierversuchsfreie Kosmetik. Es wurde bereits im Jahr 2001 von dem Bundesverband deutscher Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) entwickelt, um kontrollierte Naturkosmetik zu kennzeichnen.

Um das BDIH-Siegel zu erhalten, müssen Kosmetikprodukte strenge Kriterien erfüllen. Konkret bedeutet das, dass pflanzliche Rohstoffe überwiegend aus zertifiziertem ökologischem Anbau stammen müssen.

Produkte dürfen zudem keine Rohstoffe aus toten Wirbeltieren enthalten wie zum Beispiel Emuöl, Nerzöl, Murmeltierfett, tierische Fette, Collagen oder Frischzellen.

Verboten sind außerdem Tierversuche – weder bei der Herstellung noch bei der Entwicklung oder Prüfung der Endprodukte. Rohstoffe, die ab 1998 an Tieren getestet wurden, sind ebenfalls nicht erlaubt. Verwendet werden dürfen außerdem keine synthetische Farb- und Duftstoffe, Silikone, Paraffine sowie andere Erdölprodukte.

Zur Konservierung dürfen lediglich naturidentische Konservierungsmittel verwendet werden. Dazu zählen Benzoesäure, Salicylsäure, Sorbinsäure, Dehydroacetsäure und ihre Salze sowie Benzylalkohol. Was hingegen erlaubt ist, sind Stoffe, die von Tieren produziert wurden, beispielsweise Milch oder Honig.

© Natrue

Natrue-Siegel

Ebenfalls eine Kennzeichnung, die tierversuchsfreie Kosmetik auszeichnet, ist das Natrue-Siegel. Das Naturkosmetik Siegel ist seit dem Jahr 2008 international gültig und konzentriert sich auf die Inhaltsstoffe eines Produktes.

Diese werden in drei Gruppen unterteilt: natürliche, naturnahe und naturidentische Inhaltsstoffe. Nicht zugelassen sind künstliche Inhaltsstoffe. Eine Zertifizierung der Endprodukte ist ebenfalls möglich.

Tierversuche verstoßen grundsätzlich gegen Natrues zugrundeliegende Werte und Ethik. Aus diesem Grund wurden die Natrue- Kriterien um das Tierversuchsverbot für kosmetische Fertigprodukte auf Drittländer außerhalb der EU erweitert.

Darüber hinaus müssen Kosmetikhersteller mindestens 75 Prozent ihres Sortiments zertifizieren. So soll das so genanntes Greenwashing verhindert werden, also eine bewusste Täuschung der Verbraucher durch PR-Methoden, die darauf abzielen, einem Unternehmen ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen.

Wer seine Produkte mit dem Natrue Naturkosmetik Siegel auszeichnen will, muss die Zertifizierung bei einem unabhängigen, von Natrue zugelassenen Zertifizierer beantragen. Nach den entsprechenden Kontrollen wird das Siegel für zwei Jahre vergeben, anschließend erfolgt eine erneute Überprüfung. 

Naturkosmetik Siegel: Ecocert
© Ecocert

Ecocert-Siegel

Ecocert hat im Jahre 2002 einen Standard für Natur- und Biokosmetik  entwickelt. Im Fokus der Zertifizierung steht die Natürlichkeit der Inhaltsstoffe. 

Bei dem Naturkosmetik Siegel gibt es zwei verschiedene Labels: Das Ecocert Biokosmetik Label und das Ecocert Naturkosmetik Label. Für ersteres müssen mindestens 95 Prozent der Pflanzlichen Inhaltsstoffe in der Rezeptur sowie mindestens zehn Prozent der gesamten Inhaltsstoffe aus Bio-Anbau stammen.

Für das Ecocert Naturkosmetik Label  ist Voraussetzung, dass mindestens 50 Prozent der pflanzlichen Inhaltsstoffe in der Rezeptur und fünf Prozent der gesamten Inhaltsstoffe ihren Ursprung im Bio-Anbau haben.

Doch Vorsicht: Zwar zeichnet das Ecocert-Siegel Naturkosmetik aus, es hat aber in seinen Richtlinien keinerlei über die europäische Gesetzgebung hinausgehenden Regelungen zum Thema Tierversuche festgelegt. Somit können die mit dem Naturkosmetik Siegel zertifizierten Kosmetikfirmen im Prinzip alle gesetzlichen Schlupflöcher nutzen.

Du willst dir die mühsame Suche nach Kosmetik mit dem entsprechenden Naturkosmetik Siegel sparen. Kein Problem, hier findest du eine Auswahl an Marken für tierversuchsfreie Kosmetik.

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